Alumni-Interview mit Frank Bredl

Frank Bredl

Frank Bredl

Was hast du studiert?

Ich habe in Münster Kommunikationswissenschaft, Psychologie und Wirtschaftspolitik studiert und mein Studium im Juli 2007 abgeschlossen. Während meines Studiums habe ich Praktika im Marketing und in der Unternehmenskommunikation bei der BMW Group und der Audi AG sowie in einer mittelständischen Werbeagentur absolviert. Meine Magisterarbeit habe ich in Zusammenarbeit mit Audi geschrieben.

Wo und in welcher Position bist du heute angestellt?

Seit August 2007 bin ich als Junior PR-Manager in der Unternehmenskommunikation von Wyeth Pharma tätig. Wyeth ist weltweit eines der größten forschenden Arzneimittelunternehmen, in dem über 50.000 Mitarbeiter beschäftigt sind. Der deutsche Sitz des Unternehmens ist die Wyeth Pharma GmbH in Münster.

Was beinhaltet dein Tagesgeschäft?

In der Wyeth Unternehmenskommunikation bin ich für die Produkt-PR für unsere Impfstoffe sowie unser Immunsuppressivum, ein Mittel zur Verhinderung von Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen, zuständig. Die Produkt-PR umfasst die strategische PR-Planung, bspw. die Festlegung von Zielgruppen und Kernbotschaften, und die Umsetzung dieser Strategie mittels verschiedener PR-Maßnahmen wie Pressemitteilungen oder Pressekonferenzen. Zu meinen weiteren Aufgaben zählen die Forschungskommunikation und die gesundheitspolitische Kommunikation. In der Forschungskommunikation geht es darum, Wyeth als forschendes Arzneimittelunternehmen zu positionieren, welches vielversprechende Substanzen zur Bekämpfung von Krankheiten wie Alzheimer oder Krebs entwickelt. In der gesundheitspolitischen Kommunikation geht es darum, zu gesundheitspolitischen Themen wie Arzneimittelrabattverträgen oder der Kosten-Nutzen-Bewertung
von Medikamenten als Unternehmen in den Medien Stellung zu beziehen.

Kannst du Inhalte aus dem Studium auch praktisch anwenden?

Für verschiedene Zielgruppen schnell und verständlich texten zu können, ist gerade für den Einstieg in die PR-Branche besonders wichtig, egal ob man dies im Praktikum oder im Seminar gelernt hat. Geholfen hat mir anfangs auch das Wissen um die Zielgruppe Journalist, d.h. Inhalte aus den Bereichen Journalismusforschung und Nachrichtenwertforschung.

Was würdest du Studenten auf den Weg geben, die heute ihr Studium beginnen?

Man sollte auf eine gute Mischung zwischen Theorie und Praxis achten. Die Meinung, Theorien bereiten einen nicht auf das Berufsleben vor, greift zu kurz. Natürlich lässt sich mit einer Hausarbeit über die Systemtheorie im Bewerbungsgespräch nicht punkten, aber gerade in der Auseinandersetzung mit Theorien, egal welcher Reichweite, lernt man, verschiedene Perspektiven einzunehmen und bestimmte Dinge zu hinterfragen. Dies halte ich in der PR für eine wichtige Eigenschaft. Für die Praxis kann ich nur raten, mehrere und vor allem mehrmonatige Praktika zu absolvieren. Wer nur kurze Praktika macht, läuft Gefahr, nicht richtig eingearbeitet und nur mit kleinen Projekten betraut zu werden, weil er ja nicht lange bleibt. Wichtig finde ich auch, den Lebenslauf mit Praktika in bekannten Unternehmen „zu branden“, da dies die eigene Bewerbung im Vergleich zu anderen Bewerbungen hervorhebt und man so besser in Erinnerung bleibt.